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"Autor" Eine unglaubliche Geschichte
Nutzer: DailyStory
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geschrieben am: 17.02.2016    um 12:59   IP: gespeichert
Als er diesen Hund aus dem Tierheim holte, ahnte er nichts. Dann machte er eine schockierende Entdeckung und rechnete mit dem Vorbesitzer ab.



Auf dem Blog eines Hundefreunds tauchte vor Kurzem dieser Brief auf. Er richtet sich an den unbekannten Menschen, der einen alten Hund in ein Tierheim zur Einschläferung abgeschoben hat. Hier der Wortlaut auf deutsch:

Hallo! Du kennst mich wahrscheinlich nicht. Und in Deinem eigenen Sinne hoffe ich auch, dass Du mich niemals kennenlernen wirst. Woher ich dann Deinen Namen weiß? Nun, die Leute von der Tierschutzbehörde haben mir netterweise den Aufnahmeschein von Deinem Hund COCOA gegeben. Den Schein, den Du damals ausgefüllt haben. Worin stand, dass COCOA nun 12 Jahre alt ist und Du die Hündin all die Jahre bei Dir hattest. Dort stand auch, dass Du nun in eine haustierfreie Wohnung ziehen wirst und Deine treue Begleiterin der letzten 12 Jahre nicht mitnehmen kannst. Du weißt schon, der Hund, den Du darin ein \"süßes altes Mädchen und eine ganz wunderbare Zeitgenossin\" genannt hast. Dann stand dort noch was von \"begrenzten finanziellen Mitteln\" bla-bla-blubb. Ja, genau diesen Zettel meine ich.

Und darin liegt auch der Punkt, Jean. Übrigens: Verzeihung, dass ich Dich einfach so Jean nenne. Aber ich bleibe jetzt mal dabei. Ich könnte Dir auch von Herzen gern andere Namen geben, die Du wohl nicht so nett finden würdest. Als ich das Bild von COCOA und ihr leicht graues Fell auf der Webseite der Tierschutzbehörde sah und dann erfuhr, dass ihr Besitzer sie nach 12 langen Jahren einfach so ins Heim gegeben hat, war ich fertig mit dieser Welt. Mein Herz brach in dem Moment in tausend Stücke!

Ich hatte früher auch mal eine Hundedame, Jean. Die wurde mir damals weggenommen, weil sie einem Kind, das an ihren Ohren gezerrt hat, in den Allerwertesten biss. Als die Behörde sie dann für 48 Stunden in Gewahrsam nahm und wegsperrte, war ich innerlich bereit, alles stehen und liegen zu lassen: Haus und Hof und überhaupt alles! Nur um meinen Hund wieder bei mir zu haben. Ich war kurz davor, sie aus dem Tierarrest zu kidnappen und mit ihr wie in einem Road-Movie über alle Berge zu flüchten. Ich war wirklich Millimeter davor! Aber so bin ich nun mal: Man lässt seinen Hund nicht einfach so links liegen, Jean!!!

Als ich damals das Foto von COCOA sah, konnte ich absolut nicht verstehen, wie man mal eben einfach so ein Familienmitglied eiskalt abservieren kann. Und mein Mitgefühl für das Tier nahm mich so in Beschlag, dass ich Hals über Kopf zum Tierheim fuhr und COCOA vom Fleck weg adoptierte. \"Handle schnell, zum Nachdenken ist hinterher noch Zeit genug!\" Das ist nun mal mein Motto, Jean!!!

Als ich COCOA zu mir holte, hatte ich gerade Bindehautentzündung und eine sehr schwere Nebenhöhlenvereiterung. Das volle Programm. Ich war ziemlich am Ende, aber dennoch bin ich los und habe sie da rausgeholt, denn ich hatte Angst, dass sie dort traumatisiert und schlimmstenfalls sogar eingeschläfert wird. Vor meinem geistigen Auge rannte sie in dem Zwinger hin und her, total orientierungslos und auf der Suche nach ihren Bezugsmenschen. Diese Vorstellung ertrug ich keine Minute lang und dabei war sie ja gar nicht mal mein Hund!

Ich brauchte ungefähr zwei Tage voll auf Antibiotika, um halbwegs zu realisieren, warum sie wohl ins Tierheim abgeschoben wurde. Ich glaube nämlich, COCOA ist nicht erst seit der Einlieferung ins Heim inkontinent geworden und macht so ziemlich jeden Teppich nass. Da war bestimmt schon vorher ein kleines Problem. Aber deshalb gleich weggeben? Es dauerte vielleicht ein paar Wochen, Jean, aber mit Geduld und ein paar passenden Medikamenten haben wir auch das in den Griff bekommen. Ich war glücklich, COCOA war glücklich und das Haus war sauber. Da staunst Du, was!

Leider war das aber erst der Anfang der Leidensgeschichte. Schon ein paar Wochen später entzündete sich ihre Bauchspeicheldrüse. Das hieß also, weitere Medikamente und Spezialnahrung. Zugegeben: Die war nicht ganz billig, um die drei Dollar pro Büchse. Und davon hat sie zwei am Tag locker verdrückt. Aber auch das war noch längst nicht alles. Wahrscheinlich ahnst du ja schon, was jetzt kommt. Nicht wahr, Jean? Genau, es geht um die fiesen Tumore! Keiner wusste genau, ob das Problem mit der Bauchspeicheldrüse nicht vielleicht durch die Tumore kam. Also hieß es erstmal: Füße still halten und abwarten.

Spätestens jetzt wurde mir immer klarer, dass Du Dich wohl von COCOA getrennt hast, weil sie langsam alt und krank und schwach wurde. Du wusstest, dass sie Krebs hatte und konntest oder wolltest Dir keine teure Behandlung leisten. Was mich aber so richtig rasend gemacht hat, Jean, war der Gedanke, dass Du COCOA auch ohne große Umstände in ein anders Tierheim hättest bringen können. Einem, in dem keine Einschläferungen vorgenommen werden. Oder wenn gar nichts anderes geht, wärst Du halt mit ihr zu Deinem Tierarzt des Vertrauens gefahren und hättest ihr dort die tödliche Injektion geben lassen können. Aber du wärst dann wenigstens dabei und hättest sie auf dieser letzten Reise begleitet. Aber nein, Du wählst lieber den Weg des geringsten Widerstands. Unglaublich!

Nun ja, so lag es also an mir, die teure Schonkost für die arme COCOA zu kaufen. Der Hündin, die einstmals treu an Deiner Seite lebte. Die ein Teil Deiner Familie war. Und die Du dann einfach hast fallen lassen. Ich war es, der ihr dann alle paar Wochen eine Großpackung Tabletten gegen Inkontinenz gekauft hat. Irgendwann hatte ich auch den Dreh raus, dass die XXL-Windeln am besten passen, wenn man einen Schlitz für den Schwanz reinschneidet. Alles kein Hexenwerk, Jean!

Ansonsten genossen wir einfach die Zeit. Wir waren in den Bergen und als COCOA ein paar Rehe sah, ist sie bald ausgetickt vor Aufregung. Sofort ist sie losgeflitzt und wollte jagen. Was für Spaß sie dabei hatte. Langsam wurde sie auch wieder verspielt und versuchte, mit meinen anderen zwei Hunden herumzutollen. Ganz sachte natürlich. Aber dafür fast jeden Abend! Es war echt so schön anzuschauen. Meine zwei Hunde akzeptierten COCOA sofort und ohne Probleme. Wie sie eigentlich all die verstoßenen Hunde sofort in ihr Herz schlossen, die ich so mit nach Hause bringe. Sie haben ihr sogar ohne zu knurren die Hängematte überlassen. Und das will etwas heißen! Morgens an Sonntagen ließ ich meist alle meine Hunde zu mir ins Bett klettern. Und COCOA liebte diese Kuschelmomente ganz besonders, Jean! Sie wollte einfach nur inmitten des Trubels sein. Manchmal hatte ich wirklich insgesamt drei große Hunde und dazu noch zwei Katzen bei mir im Bett. Und sie liebten es!

Bei all dem Spaß saß uns aber eines immer noch im Nacken: Die Tumore waren immer noch in COCOA. Eine Operation war leider undenkbar, dafür war sie schon zu alt und gebrechlich. Jetzt letzte Woche hat ihr Bauch angefangen, erste Schwellungen zu zeigen. Ich habe gewartet und gehofft, dass es wieder abklingt. Aber das geschah nicht, Jean. Gestern sind wir dann zum Röntgen gefahren, aber die Ansammlung von Flüssigkeit ist schon so groß, dass man auf den Bildern schon keine Organe mehr erkennen kann. Man könnte es als letzten Ausweg nun noch mit Medikamenten zur Entwässerung probieren, aber das wäre nur noch der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein. Damit kriegt man die Ursache nicht in den Griff. Außerdem möchte ich nicht, dass COCOA ihre letzten Tage mit Gewissensbissen verbringt, weil sie wieder ein paar Pfützen ins Wohnzimmer gemacht hat. Ich glaube, das ist der große Unterschied zwischen uns zwei, Jean. Ich mache mir Gedanken darum, wie es COCOA geht. Bei Dir bin ich mir da nicht so sicher...

Das mit den Medikamenten haben wir dann also gelassen. Ich nahm sie wieder mit nach Hause und versuchte einfach, ihr ein paar schöne letzte Tage zu bereiten. Ich wollte sie einfach nur pflegen und ein bisschen verwöhnen. Damit sie das gute Gefühl hat, was für ein tolles Mädchen sie doch ist. Aber leider reichte es nicht mehr so weit. Denn dieser Tag war schon der letzte im Leben von COCOA. Hier noch mal ganz deutlich: Mir war wichtig, dass sie nicht auf einem kalten Fliesenboden in irgendeinem Tierheim stirbt. Umgeben von Menschen, denen ihr Schicksal komplett egal ist. Nein, sie sollte diese letzte Reise in den Armen eines Menschen machen, der etwas für sie empfindet. Und so kam es auch! Ich hielt also den Kopf DEINES Hundes auf meinem Schoß, streichelte sie und flüsterte ihr ein paar beruhigende Worte zu, als sie so langsam in die andere Welt abtauchte. Ich sagte ihr, was für ein tolles und schönes Mädchen sie doch sei. Ich sagte ihr, wie sehr ich sie in mein Herz geschlossen habe, als ich ihr kleines Muttermal über dem Auge streichelte. Mir war einfach wichtig, dass sie das Gefühl hat, geliebt zu werden. Und dass mein Gesicht das letzte Bild und meine Stimme das letzte Geräusch ist, das sie von diesem Leben auf ihre Reise mitnimmt.

Vielleicht fragst Du Dich gerade, Jean, warum ich Dir das hier alles erzähle. Wahrscheinlich wolltest Du eigentlich nur wissen, wie es COCOA so geht und das war\'s dann... Von diesem ziemlich schwachen Weltbild würde ich Dich aber nur zu gerne abbringen, Jean. Ich schreibe Dir diesen Brief in allererster Linie, um Dir zu sagen, was für ein riesengroßes Stück Sch... Du doch bist. Solltest Du diesen Brief also jemals lesen, möchte ich, dass Du weißt, was ich und meine vielen Freunde mit Herz für Tiere über Dich denken: Du bist wirklich der Abschaum dieser Welt! Wer seinen 12 Jahre alten Hund, der ja angeblich \"ein süßes altes Mädchen und ganz wunderbare Zeitgenossin\" ist, in ein Tierheim zur Einschläferung gibt, ist in meinen Augen nur noch das Allerletzte! Und Du hast ihr nicht mal die Chance gegeben, würdevoll zu sterben. Mit Dir bin ich echt fertig!

An alle anderen, ob ihr COCOA nun kanntet oder nicht: Haltet sie in guter Erinnerung. Hier endet die Geschichte von einem ganz besonderen Hund.

Diese Worte sind so echt und gehen direkt unter die Haut. Wie kann man sich auch so heimlich, still und leise aus der Verantwortung stehlen wollen? Ich bin innerlich noch total aufgewühlt. Teile diesen Brief und zeige damit allen, wie man einem treuen Begleiter wirklich die letzte Ehre erweist.

Quelle: www.petful.com/buzz/jamie-white-open-letter-dog/
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